Geschäftsbericht
Die Warburg Bankengruppe blickt auf ein zufriedenstellendes Geschäftsjahr 2011
zurück. Wir haben unsere Ertragskraft erneut unter Beweis gestellt, ohne dass wir auf Staatshilfe
oder Liquiditätshilfe der EZB Rückgriff genommen haben. Das Jahr 2011 war zweigeteilt in einen
erfreulichen Wirtschaftsaufschwung bis zur Mitte des Jahres und eine sich eintrübende Konjunktur in
der zweiten Jahreshälfte, geprägt durch die südeuropäische Staatsschuldenkrise.
In diesem Umfeld hat die M.M.Warburg & CO KGaA (Warburg Bank) zusammen mit
ihren Tochterinstituten in Deutschland, Luxemburg und der Schweiz (Warburg Bankengruppe) auf
addierter Basis ein Ergebnis vor Steuern in Höhe von EUR 43,6 Mio. (Vorjahr EUR 55,2 Mio.) erzielt.
Die Warburg Bank führte einen Gewinn in Höhe von EUR 40,7 Mio. (Vorjahr EUR 50,6 Mio.) an die
M.M.Warburg & CO Gruppe (GmbH & Co.) KGaA ab.
Unsere Tätigkeit zielt darauf, für unsere Kunden, für die Bank und für unsere
Mitarbeiter dauerhafte Werte zu schaffen. M.M.Warburg & CO sowie die Tochterinstitute betreiben
ihr Geschäft hauptsächlich innerhalb Deutschlands und im deutschsprachigen Raum. Einen hohen Wert
hat die regionale Verwurzelung der Tochterbanken, die wir auch in Zukunft pflegen werden.
Geschäftlich bleibt unser Haus auf das Private Banking, Asset Management und
Investment Banking (inklusive Kredit) ausgerichtet. Monokulturen bei unserem Angebot suchen wir zu
vermeiden. Innerhalb der Geschäftsfelder streben wir die beste Qualität in den Dienstleistungen und
Produkten für unsere Kunden an. Soweit unternehmerische Risiken eingegangen werden, geschieht dies
sehr bewusst und mit Berücksichtigung unserer Risikotragfähigkeit.
Zum Provisionsergebnis trugen dieses Jahr wieder auflebende
Kapitalmarktaktivitäten, die von unseren Bereichen Corporate Finance und Sales und Trading
begleitet wurden, sowie der nach wie vor hohe Umsatz im Rentensales bei. Auf den Aktienmärkten kam
es nur zu einem geringen Umsatzwachstum. Privatanleger hielten sich aufgrund der Verunsicherung
wegen der Konjunktur in Europa bei Wertpapiertransaktionen zurück und konzentrierten sich auf
Immobilien und andere Wertanlagen außerhalb der Kapitalmärkte. Der Zinsertrag wurde durch das
mittelständische Kundengeschäft gestärkt. Unsere Firmenkunden profitierten besonders von der
stabilen Konjunktur im Heimatmarkt und den sogenannten Emerging Markets.
Die Bilanzsumme der Warburg Bank stieg maßvoll von EUR 4,2 Mrd. auf EUR 4,46
Mrd.; in der Bankengruppe erhöhte sie sich von EUR 8,0 Mrd. auf EUR 8,65 Mrd. Der Anstieg der
Bilanzsumme geht vor allem auf den erfreulichen Zufluss von Kundeneinlagen zurück. Unsere
Anlagepolitik bleibt konservativ ausgerichtet. Die Entwicklung der Mittelmeerstaaten und die
Finanzpolitik der Europäischen Union veranlassen uns zu besonderer Vorsicht. Im Eigenbestand wurden
keine Anleihen kritisch zu beurteilender Staaten gehalten.

