Glossar

B

BaFin

Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) mit Sitz in Frankfurt am Main und Bonn kontrolliert als Aufsichtsbehörde alle Bereiche des Finanzwesens in Deutschland. Ihre Hauptaufgabe ist die Aufsicht über Banken, Versicherungen und den Handel mit Wertpapieren. Sie soll die Funktionsfähigkeit und Stabilität des deutschen Finanzsystems sicherstellen und auf die Solvenz von Banken, Versicherungen und Finanzdienstleistungsinstituten achten. Für Anleger, Bankkunden und Versicherte sichert sie das Vertrauen in die Finanzmärkte und die darin agierenden Gesellschaften.

Basispunkt

Zinssatz-Einheit, 100 Basispunkte entsprechen einem Prozentpunkt. D.h. 25 Basispunkte sind 0,25 %.

Behavioral Finance

Auch „Verhaltensökonomie“ genannt, ist ein vergleichsweise junges Teilgebiet der Wirtschaftswissenschaft, das sich mit menschlichem Verhalten in wirtschaftlichen Situation beschäftigt und dabei besonders die Gründe und Auswirkungen rationalen bzw. irrationalen Verhaltens auf Finanzmärkten untersucht.

Beta

Finanzmathematische Kennzahl, die die Abhängigkeit der Kursentwicklung (Sensitivität der Wertänderung) eines Wertpapiers oder Portfolios von der Gesamtmarktentwicklung beschreibt. Ist der Beta-Faktor größer 1, schwankt eine Aktie beispielsweise im Vergleich zu einem Index stärker. Liegt der Faktor bei genau 1, schwankt diese Aktie gleich dem Index. Ein Beta zwischen 0 und 1 zeigt eine im Durchschnitt geringere Wertänderung als die des Marktes. Ein negatives Beta beschreibt eine gegenläufige Kursentwicklung zur Marktentwicklung.

Benchmark

Vergleichsmaßstab für die Messung des Anlageerfolges eines Fonds. Ziel eines aktiv gemanagten Fonds (Aktives Management) ist es, den Vergleichsindex (z.B. DAX 30) zu schlagen. Passiv gemanagte (Index-)Fonds wie z.B. ETFs sollten sich ähnlich oder bestenfalls identisch zu ihrem Vergleichsmaßstab entwickeln.

Best-in-Class-Ansatz

Eine Auswahl von Fonds nach dem Best-in-Class-Ansatz wählt aus einem großen Anlageuniversum, etwa „Emerging Markets“ , diejenigen Fonds aus, die über einen gewissen Zeitraum (z.B. 3 Jahre) in ihrer Anlageklasse mit Schwerpunkt aufstrebende Schwellenländer die beste Performance hatten.

Bilanzsumme

Die Bilanzsumme eines Unternehmens bildet sich aus der Addition sämtlicher Positionen auf der Aktivseite oder der Passivseite der Bilanz. Die Bilanzsumme der Aktivseite muss immer gleich der Bilanzsumme der Passivseite sein. Sie ist eine Kennzahl, um Unternehmen im Rahmen der Bilanzanalyse innerhalb ihrer Branche beurteilen zu können und dient außerdem als relative Bezugsgröße bei der Analyse der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage.

Bias

Englischer Begriff für die Verzerrung durch systematische Fehler, z.B. durch unbewusste Verwendung (Prädisposition, Tendenz) von falschen Heuristiken zur Entscheidungsfindung oder Datenauswahl.

BIP

Das Bruttoinlandsprodukt (BIP; im Englischen gross domestic product (GDP)) ist eine wichtige Kennzahl der volkswirtschaftlichen Gesamtrechnung. Sie gibt den Gesamtwert der innerhalb eines Jahres in einem Land hergestellten Güter, Waren und Dienstleistungen für den Endverbrauch an.

Blue Chips

Bezeichnung für umsatzstarke Aktien großer, internationaler Unternehmen mit hohem Börsenwert. Diese Standardwerte werden in allen großen internationalen Indizes (Dax, Nikkei, Dow Jones) abgebildet. Sie werden auch als Large Caps bezeichnet.

Bonität

Auch Kreditwürdigkeit genannt, ist die Fähigkeit einer natürlichen Person oder von Unternehmen und Staaten, die aufgenommenen Schulden zurückzahlen zu können (Zahlungsfähigkeit), die nötige Kapitaldienstfähigkeit zu besitzen (Zahlungen von Zinsen und Tilgungen) und die Bereitschaft, zurückzahlen zu wollen (Zahlungswilligkeit). Ratingagenturen (Rating) sind spezialisiert auf die Beurteilung und Klassifizierung der Bonität von Schuldnern. Bonitätsstufen (z.B. AAA oder BB+) korrelieren mit der statistischen Ausfallwahrscheinlichkeit, denn eine gute Bonität bedeutet geringe Ausfallwahrscheinlichkeit und umgekehrt.

Bottom-Up-Analyse

Im Investmentbereich bezeichnet „Bottom-up“ die Analyse „von unten nach oben“. Erst werden die einzelnen Unternehmen ausführlich untersucht, bevor die wirtschaftlichen Aussichten ganzer Branchen, Märkte oder Regionen betrachtet werden. Diese Analyse folgt dem Prinzip der Induktion („etwas hinein geben“: vom Speziellen zum Allgemeinen).

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