Glossar

D

Derivate

Derivate sind Finanzinstrumente für Termingeschäfte, deren Wert von zukünftigen Kursen/Preisen anderer Wertpapiere (z.B. Aktien, Anleihen), Handelsgüter (z.B. Rohstoffe, Lebensmittel) oder Referenzgrößen (Indizes, Zinssätze) abhängt. Derivate sind handelbare Verträge, um z.B. Rohstoffe in der Zukunft (auf Termin) zu vereinbarten Bedingungen kaufen oder verkaufen zu können.

Dividende

Die Dividende ist der Teil des Gewinns, den eine Aktiengesellschaft an ihre Aktionäre ausschüttet. Sie wird als Dividende pro Aktie vom Vorstand vorgeschlagen und von der Hauptversammlung beschlossen. Entscheidend für die Berechtigung zum Dividendenerhalt ist, ob der Aktionär einen Tag vor dem Ex-Tag („record date“) die Aktie in seinem Depot verbucht hat.

Diversifikation

Diversifikation ist die Aufteilung des Gesamtvermögens auf unterschiedliche Anlageklassen (Asset Klassen) und verschiedene Wertpapier-Emittenten. Anleger versuchen so durch Kombination von minimal positiv ( Benchmark beispielsweise soll niedriger sein als die der im Portfolio enthaltenen Wertpapiere.

Disagio

Abschlag in Prozent vom Auszahlungsbetrag bei einer Kreditgewährung. Bei einem Kredit von 100.000 Euro mit 8 % Disagio werden dem Kreditnehmer 92.000 Euro ausgezahlt. Er muss aber 100 % des Nennwerts zurückzahlen. Der Grund für die Vereinbarung eines Disagio ist meist ein niedrigerer Kreditzinssatz. Der Vorteil des Disagio ist der geringere Nominalzinssatz für die zu zahlenden Raten während der gesamten Kreditlaufzeit.

Discountzertifikat

Inhaberschuldverschreibung mit fester Laufzeit, die den Anspruch verbrieft, an der Kursentwicklung einer Aktie oder eines Aktienindexes (Basiswert oder Underlying) bis zu einer Obergrenze (Cap) teilzuhaben. Das Zertifikat wird mit einem risikoreduzierenden Abschlag (Discount) gegenüber dem Aktienkurs oder Indexstand gehandelt und ist dadurch deutlich günstiger. Den Erhalt von Dividendenzahlungen (bei Aktien als Basiswert) verbriefen Discountzertifikate nicht.

Drawdown

Der Drawdown eines Finanzinvestments ist eine Kennzahl, die je nach Ausgestaltung den maximal in einem gewählten Zeitraum möglichen Verlust in der Vergangenheit beschreibt. Dabei quantifiziert er den prozentualen Unterschied zwischen dem höchsten und dem niedrigsten Punkt eines Werteverlaufs einer Aktie oder eines Fonds.

Duration

Eine Sensitivitätskennzahl die die durchschnittliche Kapitalbindungsdauer einer Geldanlage in einem festverzinslichen Wertpapier bezeichnet. Die Duration ist der gewichtete Mittelwert der Zeitpunkte, zu denen der Anleger Zahlungen aus der Anleihe erhält. Deswegen wird sie auch als mittlere Restbindungsdauer bezeichnet.
Nach oben

OK