Glossar

E

EBIT, EBITDA

Betriebswirtschaftliche Kennzahl, die das operative Ergebnis eines Unternehmens ausweist. Sie bedeutet wörtlich übersetzt „Gewinn vor Zinsen und Steuern“ (EBIT = Earnings before Interest and Taxes). Die EBITDA-Kennzahl weist das operative Ergebnis vor Investitionsaufwand aus, indem sie Abschreibungen auf Sachanlagen (Depreciation) und Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände (Amortization) ausweist.

EFSF

Europäische Finanzstabilisierungsfazilität (engl.: European Financial Stability Facility) ist eine Aktiengesellschaft nach luxemburgischen Recht und dient als vorläufiger Stabilisierungsmechanismus zur vorläufigen Rettung der PIGS-Staaten und zur weiteren Bekämpfung der Staatsverschuldungskrise in Europa, der sogenannten „Eurokrise“. Abgelöst wird der EFSF vom ESM ab Ende Juni 2013.

ESM

Der ESM (engl.: European Stability Mechanism) ist Teil des Euro-Rettungsschirms. Er wurde geschaffen, um überschuldete Staaten der Eurozone durch Notkredite und Bürgschaften finanziell zu stützen und so deren Zahlungsfähigkeit aufrecht zu erhalten. Deutschland trägt 27 % (analog des Anteils an der EZB) der zugesicherten Bürgschaften des ESM.

Eigenkapital

Teil des Vermögens, der nach Abzug sämtlicher Schulden übrig bleibt. Das Eigenkapital (engl.: equity) repräsentiert den Anteil der Eigentümer am Gesellschaftsvermögen. Der Anteil des Eigenkapitals (EK abgekürzt) an der Bilanzsumme eines Unternehmens wird EK-Quote genannt.

EURIBOR

Die „Euro Interbank Offered Rate“ ist der Zinssatz für Termingelder in Euro im Interbankengeschäft. Der EURIBOR ist für kurzfristige Kredite Verhandlungsbasis (Banken verlangen den jeweiligen EURIBOR + x Basispunkte) und gibt wichtige Informationen für die Anlage von Festgeldern, da er als Referenz für die Festsetzung des Festgeldzinses benutzt wird.

Emerging Markets

Als Emerging Markets werden die Finanzmärkte aufstrebender Schwellenländer bezeichnet. Zunächst auf die BRIC-Staaten (Brasilien, Russland, Indien und China) beschränkt, lässt sich die Zahl inzwischen um eine Vielzahl wachstumsstarker Länder wie der Türkei, Südkorea, Malaysia, Mexiko, Indonesien etc. erweitern.

Emittent

Emittenten wie Banken, Investmentgesellschaften oder Staaten sind Herausgeber von Finanzprodukten.

EONIA

Der „Euro Overnight Index Average“ ist der Zinssatz, für den sich Banken auf dem Interbankenmarkt im Euroraum über Nacht gegenseitig Geld leihen können (kurzfristige unbesicherte Geldmarktkredite).

Exposure

Exposure (engl. für: sich etwas aussetzen, z.B. Risiken) beschreibt die Risiken die mit Investments in bestimmten Märkten einhergehen. Man spricht dann von Aktien-, Zins- oder Währungsexposure. Aber auch in Bezug auf bestimmte Sektoren oder Länder spricht man von Exposure. Das Dollar-Exposure beschreibt z.B. zu welchem Anteil ein Aktienportfolio in Dollar angelegt ist und es somit Wertschwankungen dieser Währung ausgesetzt ist – zusätzlich zum Kursrisiko der Aktien selbst.

ETF

Exchange Traded Funds (ETFs) sind an der Börse handelbare, passiv gemanagte Fonds. Die Wertentwicklung von ETFs folgt einem Index wie z.B. Aktienindizes, Rohstoff- oder Rentenindizes.

EZB

Die Europäische Zentralbank (EZB; engl.: European Central Bank (ECB)) mit Sitz in Frankfurt am Main kümmert sich als Notenbank des gesamten Euroraums um die Überwachung des Bankensystems und die Steuerung der Preisniveaustabilität durch die Veränderung der Geldmenge (Monetärpolitik). Zielgröße ist dabei die Inflationsrate. Im Zuge der sogenannten „Eurokrise“ hat sich das Instrumentarium der EZB zunehmend vergrößert und umfasst mittlerweile auch die Staatsfinanzierung durch den Kauf von Staatsanleihen.

EuroSTOXX 50

Der Euro STOXX 50 ist ein Index, der 50 große börsennotierte Unternehmen der Eurozone beinhaltet. Er wird als Kurs- und als Performanceindex (DAX) gerechnet.

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