Glossar

L

Leverage

Englische Bezeichnung für die Hebelwirkung, die das eingesetzte Kapital in Abhängigkeit von einer Variablen überproportional schwanken lässt. Durch den Einsatz von Fremdkapital bei Finanzierungen lässt sich z.B. die Rendite des eigensetzten Eigenkapitals hebeln. Dieser Effekt tritt dann ein, wenn mit dem gestiegenen Gesamtkapital eine höhere Rendite erwirtschaftet wird, als die Fremdkapitalzinsen ausmachen. Bei Optionsscheinen versteht man unter Hebeleffekt die Verringerung des Kapitaleinsatzes gegenüber einer Investition in den Basiswert (Underlying).

Leerverkäufe

Ein Leerverkauf (Short Sale) ist der Verkauf eines Wertpapiers, das der Verkäufer zum Zeitpunkt des Verkaufs noch nicht besitzt und sich leihen muss. Der Verkäufer profitiert, wenn der Kurs des geliehenen Wertpapiers sinkt und er letzteres zum Zweck der Zurückgabe an den Verleiher günstiger kaufen kann. Leerverkäufe können als Kassa- oder Termingeschäfte ausgestaltet sein.

LIBOR

Die „London Interbank Offered Rate“ (LIBOR) ist ein täglich festgelegter Referenzzinssatz im Interbankengeschäft, zu dem sich Banken gegenseitig Geld leihen. Der 3-Monats-LIBOR ist z.B. der Zinssatz heute für ein über drei Monate laufendes Geldmarktgeschäft. Der LIBOR gilt bei vielen Finanzmarktgeschäften als Referenzgröße für die Zielrendite. Man spricht dann z.B. von dem 3-Monats-LIBOR + 150 Basispunkten.

Large Caps, Mid Caps, Small Caps

Aktiengesellschaften mit einer Marktkapitalisierung (ausgegebene Aktienanzahl multipliziert mit dem aktuellen Aktienkurs entspricht dem Börsenwert eines Unternehmens) von mehr als $10 Mrd.. Large Cap ist dabei eine Abkürzung des englischen Begriffs „large market capitalization“. Mid Caps haben eine Marktkapitalisierung von ca. $2–10 Mrd., Small Caps liegen bei ca. $100 Mio. bis $1 Mrd. Small und Mid Caps werden oft als ein Investmentuniversum zusammengefasst.

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