Glossar

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Opportunitätskosten

Investoren haben Opportunitätskosten, wenn sie in ein bestimmtes Wertpapier investieren und ihnen dadurch Erlöse aus alternativen Wertpapieren entgehen. Diese Kosten sind keine Kosten im Sinne der Kosten- und Leistungsrechnung, sondern ein ökonomisches Konzept zur Quantifizierung entgangener Alternativen durch Investmententscheidungen.

Optionsanleihe

Eine Optionsanleihe ähnelt einer Wandelanleihe. Jedoch ist das Recht zum Bezug einer Aktie von der Schuldverschreibung abgetrennt und der Optionsschein selbstständig handelbar. Unabhängig vom Erwerb der Aktie wird die Anleihe – im Gegensatz zur Wandelanleihe – am Ende der Laufzeit zurückgezahlt.

Optionsschein

Verbriefung des Rechts, nicht der Verpflichtung, ein festgelegtes Underlying zu bestimmten Konditionen zu kaufen (Call) oder zu verkaufen (Put). Optionsscheine gelten als  Derivate und sind daher laut der Einstufung in Risikoklassen besonders risikoreich.

OTC

„Over The Counter“ bezeichnet Finanztransaktionen zwischen zwei Marktteilnehmern, die nicht über die Börse abgewickelt werden. Gründe für den außerbörslichen Handel, der heutzutage meist elektronisch abläuft, sind u.a. die Geheimhaltung großer Transaktionen und der involvierten Akteure sowie der Handel mit exotischen, nicht-standardisierten Finanzderivaten (OTC-Optionen).

Overconfidence

„Overconfidence“ (engl.: für übermäßiges Vertrauen) ist ein Phänomen aus der Behavioral Finance und beschreibt die Überschätzung der eigenen Interpretationsfähigkeit, der eigenen Marktkenntnisse und der Ableitung von Prognosen daraus bei Anlageentscheidungen. Die Auswirkungen sind ein höheres Handelsvolumen, gesteigerte Übernahme von Risiken und Überreaktion auf Nachrichten.

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