Glossar

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Rating

Ein Rating (engl. für Einstufung/Bewertung) ist die Klassifizierung der Bonität von Wertpapier-Emittenten durch spezialisierte Agenturen. Diese vergeben Codes zum Zweck der Einstufung. Die jeweiligen Codes variieren je nach Ratingagentur. Die größte Ratingagentur Standard & Poor`s beispielsweise stuft von AAA bis D ein. AAA steht für die höchste Qualität. D für „in default“, den Totalausfall des Schuldners.

Realzins

Bezeichnet als Zinssatz die Verzinsung bzw. die Wertveränderung eines Vermögenswertes unter Berücksichtigung der Inflation (Preisänderungsrate). Geldvermögen verliert oder gewinnt je nach Änderung des Preisniveaus an Wert (Kaufkraft). Vereinfacht gilt diese Formel: Realzins = Nominalzins – Inflationsrate.

Return on Equity (ROE)

Der Return on Equity (ROE) bezeichnet die Eigenkapitalrentabilität eines Unternehmens. Diese Kennzahl bringt die Verzinsung des eingesetzten Kapitals durch seinen Einsatz im Unternehmen zum Ausdruck. Beim ROE muss wegen des Leverage-Effektes auch auf den Anteil des Eigenkapitals am Gesamtkapital geachtet werden. Zur Berechnung: ROE = Bilanzgewinn / Eigenkapital x 100

REX, REX-P

Der Deutsche Rentenindex misst die Wertentwicklung deutscher Staatsanleihen. Er wird von der Deutschen Börse als Kurs- (REX) und als Performanceindex (REX-P) berechnet. Im REX sind 30 Bundesanleihen enthalten. Als reiner Kursindex bildet er im Gegensatz zum REX-P Zinserträge und Preisänderungen nicht ab.

Renditekurve (Zinsstrukturkurve)

Die Renditekurve (auch: Zinsstrukturkurve) zeigt an, welche Renditen für Anleihen verschiedener (Rest-)Laufzeiten eines Emittenten (z. B. der Bundesrepublik Deutschland) gezahlt werden. Eine Renditekurve wird steiler, wenn ein Anstieg der Zinssätze erwartet wird. Investoren werden sich für kürzere Laufzeiten entscheiden und nicht Wertpapiere mit einer längeren Laufzeit kaufen, die daraufhin eher unattraktive Zinssätze aufweisen.

Risikoklassen

Risikoklassen bieten Anlegern Orientierung bei der Auswahl von Wertpapieren und die Möglichkeit, die Geeignetheit/Angemessenheit mittels der Risikoklassifizierung einzuschätzen. Anhand ihres Chance-Risiko-Verhältnisses werden Wertpapiere in fünf verschiedene Gruppen (1 = geringes Risiko, 5 = höchstes Risiko) eingeteilt.
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