Glossar

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SEPA

Mit Hilfe der „Single Euro Payments Area“ (SEPA) soll im europäischen bargeldlosen Zahlungsverkehr mehr Wettbewerb und Effizienz erreicht werden. Dafür werden europaweit einheitliche Verfahren und Standards für die Abwicklung von Euro-Zahlungen (Überweisungen, Lastschriften) geschaffen. Dieser einheitliche Euro-Zahlungsverkehrsraum besteht aus den 27 EU-Staaten, den weiteren EWR-Ländern Island, Liechtenstein und Norwegen sowie der Schweiz und Monaco. Ab dem 1. Februar 2014 werden die Kontonummer und Bankleitzahl durch IBAN und BIC ersetzt.

S&P 500

Der S&P 500 (Standard & Poor`s 500) ist ein Index, der die 500 größten börsennotierten US-amerikanischen Unternehmen beinhaltet.

Sachwerte

Als Sachwerte werden Kapitalanlagen mit langfristigem Anlagehorizont bezeichnet, die nicht an der Börse notiert sind. Aktien gelten auch als Sachwerte, werden aber aufgrund ihrer Börsennotiz den Wertpapieren zugeordnet. Sachwerte sind z.B. Immobilien, physische Rohstoffe (Edelmetalle, Diamanten), Private Equity, Holz, geschlossene Beteiligungen, Uhren, Wein, Oldtimer, Kunst etc.). Im Gegensatz zu Wertpapieren, die Werte nur verbriefen, sind Sachwerte physischer Natur mit intrinsischem Wert.

Sharpe Ratio

Mit der Sharpe Ratio kann man die risikoadjustierte Rendite einer Anlage beurteilen. Das ist die durch den Fonds erzielte Rendite über dem risikolosen Zinssatz, dividiert durch die Volatilität der Renditen (Rendite Wertpapier X – Rendite risikofrei / Volatilität Wertpapier X). Beim Vergleich zweier Wertpapiere mit der gleichen Rendite sollte man das mit der niedrigeren Volatilität, d. h. der höheren Sharpe Ratio, zu bevorzugen.

Short-Position

Eine Short-Position ist eine Position im Portfolio, die durch einen Leerverkauf von Wertpapieren entsteht. Man bezeichnet einen Anleger als „short“, wenn er ein Finanzinstrument verkauft ohne es zu besitzen und somit in der Pflicht steht, dieses zu einem fixierten Zeitpunkt zu liefern oder die positive Wertänderung auszugleichen. Der Inhaber einer Short Position kann somit an negativen Marktbewegungen des Finanzinstruments positiv partizipieren. Im Zusammenhang mit Optionen bezeichnet eine Short-Position den Verkauf einer Option und somit das Eingehen einer Stillhalterposition.

Shareholder-Value

Ein Konzept der Unternehmensführung, das auf die Steigerung des Marktwertes des Eigenkapitals (Unternehmenswert) abzielt. Aus dem Kurswert der entsprechenden Aktie multipliziert mit der Anzahl der gehaltenen Wertpapiere besteht der Vermögenswert (Value), den ein Anteilseigner (Shareholder) einer Aktiengesellschaft besitzt. Eine auf Shareholder-Value angelegte Unternehmenspolitik wird demnach versuchen, den Kurswert der Aktien und damit den Marktwert des Unternehmens zu erhöhen aber auch die langfristige Optimierung der Wettbewerbsfähigkeit und Profitabilität vorantreiben, um Erträge und die Rendite zu steigern.

Size-Effekt

Die Theorie des Size-Effekt (oder auch Small-Cap-Effekt) geht davon aus, dass man durch die gezielte Investition (Stock Picking) in Nebenwerte aufgrund der höheren Dynamik (größere Volatilität) gegenüber Large-Caps eine höhere Rendite unter Inkaufnahme von höheren Risiken erzielen kann.

Stock Picking

Das gezielte Investment in einzelne Aktien (engl.: Stocks) eines bestimmten Unternehmens oder Sektors um eine überdurchschnittliche Rendite zu erwirtschaften.

STOXX 600

Der STOXX Europe 600 beinhaltet 600 Large, Mid und Small Caps aus 18 europäischen Ländern. Für viele Aktieninvestments bietet er durch seine breite Abdeckung europäischer Aktien eine geeignete Benchmark.

Stillhalterprämie

Die Stillhalterprämie erhält der Stillhalter eines Short-Call (Call) oder Short Put (Put) bei Abschluss des Optionsgeschäftes. Die Höhe der Prämie hängt von verschiedenen Faktoren ab. Unter anderem spielen die Restlaufzeit, der Basispreis sowie die Volatilität des Basiswertes (Underlyings) eine wichtige Rolle.

Stückzinsen

Für jeden Tag, den eine kupontragende Anleihe gehalten wird, werden Stückzinsen berechnet. Der Käufer einer Anleihe muss dem Verkäufer die aufgelaufenen Zinsansprüche vergüten, erhält dafür am eigentlich Zinstermin aber die kompletten Zinsen. Gezahlte Stückzinsen werden im allgemeinen Verlustverrechnungstopf als negative Einkünfte gewertet. Erhaltene Stückzinsen hingegen sind als Teil des Veräußerungsgewinns zu versteuern.

Subprime

Bezeichnung für die „zweitklassige“ Bonitätseinstufung (Rating) eines Kreditnehmers. Der Ausfall von Subprime-Krediten und als Resultat der Wertverlust der verbrieften Finanzprodukte (Mortgage Backed Securities (MBS)) auf diese Kredite war 2008 der Auslöser für die weltweite Finanzkrise und einer der Gründe für die Pleite der US-Investmentbank Lehman Brothers und einiger Hypothekenfinanzierer (Fannie Mae und Freddie Mac) im US-Immobilienmarkt.

Swap

Ein Austausch zukünftiger Zahlungsströme, bei der jede Partei die Zahlungsverbindlichkeiten der anderen übernimmt. Zielsetzung ist die Ausnutzung von relativen komparativen Vorteilen. (Arbitrage). Häufige Formen sind Zins- und Währungsswaps.

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