Dr. Christian Jasperneite im Börsen Radio: „Derzeit sollte man nicht euphorisch sein“

1. Juli 2019

M.M.Warburg & CO

Die Konjunkturdaten haben sich eingetrübt, doch an den Aktienmärkten ist davon noch nicht viel zu spüren. Wie die Reise jetzt weitergehen könnte und wie sich Anleger aufstellen sollten, erläutert Dr. Christian Jasperneite, Chefanlagestratege bei M.M.Warburg & CO, im Interview mit dem Börsen Radio. „Niemand ist derzeit euphorisch. Zumindest ist der US-amerikanische Aktienmarkt nicht mehr günstig bewertet. Die Luft insbesondere in den USA wird dünner. Man darf in diesem Umfeld auch gar nicht euphorisch sein, aber konstruktiv“, betont Jasperneite.

Die Notenbankpolitik spiele eine entscheidende Rolle bei der weiteren Entwicklung. Der Experte sagt: „Empirisch lässt sich sehr gut belegen: Immer wenn die Leitzinserwartungen gesunken sind, sind die Aktienmärkte in den darauf folgenden Tagen und Wochen gestiegen. Für mich ist jedoch nicht gesagt, dass die Leitzinserwartungen immer weiter fallen werden.“ Er könne sich vorstellen, dass die Federal Reserve Bank demnächst wieder den kürzlich eingeschlagenen Zinssenkungszyklus beendet, um ihre Unabhängigkeit gegenüber dem US-Präsidenten zu beweisen. „Es ist gut möglich, dass wir uns in zwölf Monaten wieder mit steigenden Leitzinserwartungen konfrontiert sehen“, so Jasperneite. Aufgrund dieser divergierenden Signale empfiehlt er Anlegern zu einer neutralen Aktienquote und rät generell davon ab, aggressiv auf eine Karte zu setzen.

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