Carsten Klude im Interview mit procontra: „Wenn der Krieg länger dauert, als wir hoffen, ist das Risiko einer Rezession groß.“

11. April 2022

M.M.Warburg & CO

Infolge der andauernden Invasion Russlands in der Ukraine schnellen die Öl- und Gaspreise weiter drastisch in die Höhe – und bislang ist kein Ende in Sicht. Welche Folgen hat dies für die konjunkturelle Entwicklung? 

„Je länger der Krieg dauert, desto größer werden die wirtschaftlichen Schäden sein, die er bei uns anrichtet“, sagt Carsten Klude, Chefvolkswirt bei M.M.Warburg & CO, im Interview mit dem Finanzmagazin procontra. 

Folglich rechnet der Experte mit einem deutlichen Dämpfer für das Wirtschaftswachstum in diesem Jahr. „Wir haben vor Kurzem unsere Wachstumsprognose für die deutsche Wirtschaft von vier auf 2,5 Prozent reduziert“, so Klude weiter. Dies stehe allerdings unter dem Vorbehalt, dass relativ schnell eine Lösung im Konflikt gefunden werde. 

Sollte dies hingegen nicht passieren, so sähen die Aussichten deutlich düsterer aus. „Wenn der Krieg also länger dauert, als wir hoffen, ist bei uns in Deutschland die Wahrscheinlichkeit hoch, dass wir sogar eine Rezession bekommen“, so Klude. Als Gründe hierfür nennt er die steigende Inflation und die Lieferkettenprobleme, die dazu führten, dass die deutsche Wirtschaftsleistung bereits im vierten Quartal 2021 gesunken ist. 

Wie Anleger sich bei einer Rezession positionieren sollten, welche Titel von der Krise sogar profitieren und ob Gold derzeit ein sicherer Hafen ist, erfahren Sie im Interview.

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