Warburg Podcast: Die EZB als neue Klimaretterin?

18. Januar 2021

M.M.Warburg & CO

Die Europäische Zentralbank (EZB) verfolgt unter der Leitung von Christine Lagarde ambitionierte Ziele. So plant die EZB, zukünftig bevorzugt Anleihen von Unternehmen zu kaufen, die sich verstärkt dem Umweltschutz verschrieben haben. Die EZB mutiert zur Klimaschützerin. Doch dürfen Zentralbanken überhaupt grüne Geldpolitik betreiben? Sind sie dafür legitimiert? Unter Experten wird über diese Fragen bisweilen hitzig diskutiert.

In unserem Warburg Podcast diskutiert Dr. Christian Jasperneite, Chief Investment Officer von M.M.Warburg & CO, mit Prof. Dr. Hanjo Allinger, Lehrstuhlinhaber für Volkswirtschaftslehre und Internationale Ökonomik an der Technischen Hochschule Deggendorf, über diese kontroversen Fragen und über die ökonomische Sinnhaftigkeit des ergriffenen Kurses und bevorstehender Maßnahmen der EZB.

Das Ziel der EZB sei legitim, einen Beitrag zum Klimaschutz leisten zu wollen – da sind sich die beiden Experten einig. Anders steht es jedoch um die Frage, ob sie dafür ausreichend legitimiert ist. „Da bin ich sehr skeptisch, ob das noch durch das das Mandat der Geldpolitik abgedeckt ist oder eine klassische wirtschaftspolitische Fragestellung ist, der die EZB da nachgeht“, sagt Prof. Dr. Allinger. Auch die zu erwartenden Folgen der Maßnahmen bewerten die beiden Experten kritisch.

Was das mit dem aktuellen Niedrigzinsumfeld zu tun hat und ob eine pauschale Reduzierung der Kapitalkosten für „grüne Unternehmen“ das geeignete Instrument ist, erläutern die beiden Experten im Podcast.

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