Carsten Klude im Börsen-Radio-Interview: „In Zeiten von Corona ist China ein Fluch für die Weltwirtschaft"

25. Februar 2020

M.M.Warburg & CO

Das Corona-Virus hat sich jüngst auch abseits von China weiter ausgebreitet. Dies hatte für die Entwicklung an den Börsen erhebliche Folgen. „Die Anleger haben die Auswirkungen des Corona-Virus auf die weltweite Wirtschaft wohl unterschätzt", sagt Carsten Klude, Chefvolkswirt von M.M.Warburg& CO, im Interview mit dem Börsen Radio. Diese Krise hebe sich aus einem Grund von anderen ab, so der Börsenexperte. „Wir haben es hier mit einem simultanen Angebots- und Nachfrageschock zu tun. Insbesondere in China gebe es anders als bei vielen Naturkatastrophen auch einen Nachfrageschock."

Schon bei SARS 2002-2003 gab es erhebliche Bremsspuren. Diese mal rechnet Carsten Klude mit eher noch größeren Folgen für die Wirtschaft. Momentan sei China daher für die Weltwirtschaft eher Fluch, weil sein Einfluss so massiv zugenommen hat. Klude: „Zu Zeiten von SARS hatte China einen Anteil an der Weltwirschaft von 4 Prozent. Heute sind es 16 Prozent." Insbesondere eine offene Volkswirtschaft wie Deutschland treffe dieser exogene Schock besonders stark. Zur Unzeit, so der Chefvolkswirt. „Wir sind hierzulande ohnehin in einer konjunkturell schwachen Situation. Im vierten Quartal hatten wir eine Stagnation." Daher sei die Gefahr groß, auch in diesem Jahr konjunkturell auf der Stelle zu treten. „Diese Gefahr hat deutlich zugenommen."

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