16. April 2026

Prognosemärkte: Zuverlässige Glaskugel oder Glücksspiel?

Wer zuverlässig die Zukunft vorhersagen kann, hat viele Vorteile. Ökonominnen und Ökonomen hantieren dazu mit einer Reihe von Zahlen, um Wahrscheinlichkeiten zu berechnen. An den Finanzmärkten etabliert sich derweil ein Instrument, das Erwartungen direkt handelbar macht: Prognosemärkte.

"Hier gibt es keinen Buchmacher. Marktteilnehmer handeln direkt miteinander und passen die Preise laufend an. Wer richtig liegt, verdient. Wer falsch liegt, verliert", fasst Jan Mooren vom Private Asset Management bei M.M.Warburg & CO dieses eigentlich gar nicht so neue Finanzinstrument zusammen. So wurde bereits im frühen 16. Jahrhundert auf den Ausgang von Papst-Wahlen gewettet. Mit der Digitalisierung und Plattformen wie Polymarket und Kalshi erfährt diese Form von Investment einen neuen Aufwind – zumindest in den USA, für Europa fehlt bisher ein einheitlicher Rahmen.

Wo der Unterschied zu reinem Glücksspiel liegt, in welchem Rahmen sich aus Prognosemärkten Vorhersagen ableiten lassen und wo die Schattenseiten liegen, zeigt Jan Mooren im Video.