26. März 2026

Zwischen Preisstabilität und Konjunkturrisiko: kommt 2026 die Zinswende?

Der Krieg zwischen Iran auf der einen und den USA sowie Israel auf der anderen Seite haben die globalen Energiemärkte in Unruhe versetzt. Mit dem Anstieg des Ölpreises über die Marke von 100 US-Dollar kehren auch die Inflationssorgen mit voller Wucht zurück. Doch die Auswirkungen beschränken sich nicht nur auf die Zapfsäulen: Von der Chip-Produktion bis hin zu komplexen Lieferketten steht die globale Wirtschaft vor neuen Belastungsproben.

Das führt auch die Notenbanken in ein Dilemma: Während die EZB und die Fed ihre Leitzinsen zuletzt stabil hielten, hat sich die Erwartungshaltung am Markt grundlegend gewandelt. Standen zu Beginn des Jahres noch Zinssenkungen im Raum, deutet die aktuelle Dynamik in Richtung steigende Leitzinsen.

Für die Währungshüter stelle sich laut Simon Landt vom Private Asset Management bei M.M.Warburg & CO nun vor allem eine Frage: „Wie effektiv kann ein Angebotsschock wie bei den Energiepreisen mit steigenden Leitzinsen wirklich effektiv bekämpft werden?“ Die Entscheidung zwischen dem Schutz der Preisstabilität und der Abwendung von Konjunkturrisiken gleicht laut dem Finanzexperten einer Gratwanderung: „Prognosen in diesem hoch dynamischen Umfeld sind mit extremer Unsicherheit behaftet und haben entsprechend nur eine kurze Halbwertszeit.“

Erfahren Sie im Video, warum schnell fallende Leitzinsen derzeit unwahrscheinlich sind und wie sich die Erwartungen für den Euroraum und die USA konkret verschoben haben.