Beitrag von Tom Schmanns
Die Unsicherheit an den Kapitalmärkten hat in den letzten Monaten deutlich zugenommen. So sorgte nicht nur die Zollpolitik der Trump Administration für eine erhöhte Volatilität an den Märkten, sondern auch die Eskalation im Nahen Osten. Demgegenüber zeich-net sich auf Unternehmensebene eine vermeintlich positive Entwicklung ab: Unternehmen kaufen so viele eigene Aktien zurück wie noch nie. 23 der 40 Dax-Konzerne erwerben derzeit eigene Anteilsscheine oder beabsichtigen, dies im Jahr 2026 zu tun. Große Pro-gramme von SAP, DHL und Siemens sorgen dafür, dass im DAX 40 Rückkäufe in Rekordhöhe von 54,6 Milliarden Euro erwartet werden.
Ein ähnliches Bild zeigt sich auch an der Wall Street: In den USA wurden im vergangenen Jahr im S&P 500 Aktienrückkäufe in Rekordhöhe von über einer Billionen US-Dollar getätigt. Da die Aktienrückkäufe in der aktuellen Berichtssaison wieder stärker in den Fokus rücken, stellt sich die Frage: Sind Rückkäufe Ausdruck von Zuversicht oder von Vorsicht?