Beitrag von Carsten Klude
Die Weltwirtschaft steht derzeit im Zeichen zweier gegenläufiger Kräfte: Ein negativer Angebotsschock durch den Krieg im Nahen Osten trifft auf einen positiven Nachfrageschub, der maßgeblich durch den KI-Boom und die damit verbundenen Rekordinvestitionen in Technologieinfrastruktur getragen wird. Die globale Wirtschaft hat sich bislang als bemerkenswert widerstandsfähig erwiesen – doch hinter der scheinbaren Stabilität verbirgt sich eine wachsende Spreizung: Energieexporteure und technologieintegrierte Volkswirtschaften profitieren, während Energieimporteure und strukturell schwache Länder zunehmend unter Druck geraten.
Warum die USA dank ihrer technologischen Führungsrolle und Energieautarkie auch weiterhin den robustesten Wachstumsmotor der Weltwirtschaft darstellen, welche statistischen Sondereffekte das schwache Wachstumsbild der Eurozone verzerren – und weshalb Deutschland trotz erster Reformschritte der Großen Koalition strukturell das größte Sorgenkind bleibt – lesen Sie in unserer aktuellen Ausgabe von „Konjunktur und Strategie".