Beitrag von Carsten Klude
Seit Beginn des Nahost-Konflikts Ende Februar haben sich die Zinserwartungen deutlich verändert. Ursprünglich ging man davon aus, dass die Europäische Zentralbank die Zinsen in diesem Jahr nicht verändern würde; für die USA wurden dagegen zwei bis drei Zinssenkungen im Laufe des Jahres erwartet. Doch der starke Anstieg der Energiepreise hat dazu geführt, dass die Inflation seit März deutlich angestiegen ist.
Dies hat dazu geführt, dass die Terminmärkte bis zum Jahresende mittlerweile zwei bis drei Zinserhöhungen der EZB einpreisen. In den USA wird Kevin Warsh als neuer Notenbankpräsident demnächst die Geschicke der Federal Reserve lenken. Ist er einen Deal mit Donald Trump eingegangen, um Nachfolger von Jerome Powell zu werden? Diesen hatte Trump in der Vergangenheit heftig kritisiert, weil er nicht schnell genug die Zinsen gesenkt hat. Wird Warsh zum Erfüllungsgehilfen des US-Präsidenten?