Konjunktur & Strategie
15. Januar 2026

Teflon-Märkte: Risiken perlen ab

Beitrag von Carsten Klude

Geopolitische Unsicherheiten, politische Querelen in den USA, Ermittlungen gegen Fed-Chef Powell – und doch starten die Aktienmärkte schwungvoll ins Jahr 2026. Die Erklärung ist simpel: Solange die Wirtschaft boomt, interessieren sich Investoren nicht für das politische Störfeuer.

Und die Konjunktur läuft tatsächlich. Die US-Wirtschaft wächst deutlich schneller als erwartet – trotz Zöllen, trotz Government Shutdown. Mit einem prognostizierten Wachstum von knapp 2,5 Prozent für 2025 und möglichen drei Prozent für 2026 zeigt sich Amerika in beeindruckender Form. Unternehmungsinvestitionen, starke Exporte und robuster Konsum treiben die Konjunktur an – und damit auch die Unternehmensgewinne.

Deutschland hingegen bleibt mit strukturellen Herausforderungen konfrontiert. Nur 0,2 Prozent Wachstum 2025, das verarbeitende Gewerbe im dritten Rezessionsjahr. Die höheren US-Zölle treffen Autoindustrie und Maschinenbau empfindlich.

Wie sollten Anleger angesichts dieser unterschiedlichen Konjunkturtrends ihre Portfolios ausrichten? Unsere Analyse zeigt, worauf es jetzt ankommt.