Aus der Blütephase des globalen Handels ist ein deutlich raueres Umfeld geworden. Großmächte wie die USA und China setzen Handelsbeschränkungen zunehmend gezielt als geopolitisches Instrument ein, vor allem bei kritischen Rohstoffen, Energie und Schlüsseltechnologien. Für Deutschland als exportorientierte Volkswirtschaft ist das eine besondere Herausforderung. Abschottung ist allerdings keine Option.
Entscheidend ist, Abhängigkeiten dort zu reduzieren, wo sie strategisch verwundbar machen, und Handelsbeziehungen gezielt zu diversifizieren. Neue Handelsrouten und belastbare Abkommen sind deshalb keine Kür, sondern Teil wirtschaftspolitischer Vorsorge gegen künftige Schocks.
Sind das Mercosur-Abkommen, ein Handelsabkommen mit Indien und ein mögliches Abkommen mit Australien für Deutschland mehr als ein politisches Signal?