Pressemitteilung
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Hamburg
29. Juni 2026

Jahresabschluss 2025: Investitionen in IT und Transformation belasten Ergebnis – wichtige Meilensteine bei Neuausrichtung erreicht

  • M.Warburg & CO schließt Transformationsjahr 2025 mit Jahresfehlbetrag von 38,9 Mio. Euro (Vorjahr: + 1Mio. Euro)
  • Investitionen in neues Kernbanksystem von 23,1 Mio. Euro und außerordentliche Aufwendungen für die Neuausrichtung des Geschäftsmodells von 24,8 Mio. Euro schaffen Grundlage für neues Wachstum
  • Wichtige Meilensteine der Transformation erreicht, Ziel ist Fokussierung auf Private Banking & Asset Management sowie Finanzierungsgeschäft im Corporate Banking

M.M.Warburg & CO schließt 2025 mit einem Jahresfehlbetrag von 38,9 Mio ab (Vorjahr: +1. Mio. Euro). Das Geschäftsjahr war vor allem durch Investitionen im Rahmen der geplanten Transformation geprägt. Für die Modernisierung der gesamten IT-Landschaft und die Einführung eines neuen Kernbankensystems wurden 2025 insgesamt 23,1 Mio. Euro aufgewendet. Der Wechsel auf das System des IT-Dienstleisters Atruvia, konnte bereits im Mai 2026 erfolgreich abgeschlossen werden.

2025 zog sich die Warburg Bank zudem wie geplant aus dem institutionellen Kapitalmarktgeschäft zurück, das Analysehaus Warburg Research sowie die Verwahrstelle für liquide Assets wurden verkauft. Für die Restrukturierung fielen 2025 einmalige Aufwendungen in Höhe von 24,8 Mio. Euro an: 9,8 Mio. Euro für Abschreibungen und 15 Mio. Euro für Personalrestrukturierungsaufwendungen.  

Stephan Schrameier, Marktvorstand bei M.M.Warburg & CO, sagt: „2025 war für M.M.Warburg & CO ein bewusstes Transformationsjahr. Das Ergebnis reflektiert klare strategische Entscheidungen: Wir reduzieren Komplexität, beenden nicht mehr passende Geschäftsfelder, investieren in ein modernes Kernbankensystem und richten die Bank konsequent auf Private Banking, Asset Management und das Finanzierungsgeschäft im Corporate Banking aus. Ziel ist eine schlankere, stabilere und mittelfristig deutlich profitablere Bank.“

Zinsertrag und Provisionsüberschuss entsprechen Umfeld
Im operativen Geschäft konnte M.M.Warburg & CO trotz des herausfordernden weltwirtschaftlichen Umfelds solide Ergebnisse erzielen. Der Provisionsüberschuss lag mit 61,6 Mio. Euro unter dem Niveau des Vorjahres (66,8 Mio. Euro), entsprach aber den Möglichkeiten, die das von handelspolitischen und geopolitischen Verwerfungen sowie Volatilität geprägte Umfeld bot. Der Zinsüberschuss 2025 lag bei 59,3 Mio. Euro 11,9 Prozent unter dem Ergebnis des Vorjahres (67,3 Mio. Euro). Zu dem insgesamt soliden Ergebnis trugen auch neue Produkte wie der European Defence Equity Fund (EDEF), der erste Publikumsfonds der Warburg Bank, und ausgewählte ELTIFs bei, mit denen Private-Banking-Kunden ein Zugang zu den Privatmärkten geboten wird.

Kostendisziplin und stabile Liquidität
Erfolgreich war die Warburg Bank im vergangenen Geschäftsjahr bei der Senkung der Verwaltungsaufwendungen, sie waren im Vergleich zum Geschäftsjahr 2024 rückläufig und blieben mit insgesamt 144,4 Mio. Euro rund 6,4 Prozent unter dem Vorjahresniveau: Der Personalaufwand lag mit rund 68 Mio. Euro rund 3,7 Prozent unter den Kosten für 2024, für „Andere Verwaltungsaufwendungen“ wendete die Bank rund 76,5 Mio. Euro auf, auch hier weniger als im Vorjahr (83,8 Mio. Euro). Erwartungsgemäß haben die hohen Investitionsausgaben das Kosten-Ertrags-Verhältnis 2025 mit 114,7 Prozent nach oben verschoben (Vorjahr: 112,4 Prozent). Für das Jahr 2026 erwartet M.M.Warburg & CO einen ausgeglichenen Jahresabschluss.

Auch in der Transformation bleibt die Bank weiter handlungsfähig. Mit einer harten Kernkapitalquote von 12,85 Prozent und einer Gesamtkapitalquote von 19,21 Prozent ist die Bank solide kapitalisiert und liegt bei den Liquiditätskennzahlen Liquidity Coverage Ratio (LCR) mit 185 Prozent und dem Net Stable Funding Ratio (NSFR) mit 173 Prozent deutlich über den aufsichtsrechtlichen Anforderungen.

Markus Bolder, Vorstand für die Marktfolgebereiche bei M.M.Warburg & CO, sagt: „2025 war ein Jahr klarer Entscheidungen. Wichtig ist: Unsere Kapital- und Liquiditätssituation ist solide, die Bank war jederzeit zahlungsfähig und handlungsfähig, und wir steuern die Transformation mit klaren finanziellen Zielgrößen. Wir sind auf dem richtigen Weg, die Warburg Bank fokussierter, moderner und kundennäher aufzustellen. Der Kern unserer Bank ist künftig das Private Banking – ergänzt um das Finanzierungsgeschäft im Corporate Banking. Wir wollen der echte Bankpartner unserer Kunden sein: persönlich, unabhängig, verlässlich und mit einem Leistungsangebot, das zu komplexen Vermögenssituationen passt. Entsprechend wollen wir im Private Banking unsere Teams auch in Zukunft weiter ausbauen.“

Zum Ende 2027 sieht der Vorstand eine gute Perspektive, wieder profitabel zu werden. Mittelfristig strebt die Warburg Bank ein Kosten-Ertrags-Verhältnis von 80 Prozent an.

Über M.M.Warburg & CO:

M.M.Warburg & CO ist eine unabhängige Privatbank mit Hauptsitz in Hamburg und weiteren Standorten in ganz Deutschland. Das im Jahr 1798 gegründete Bankhaus steht für Exzellenz über die gesamte Wertschöpfungskette im Private Banking sowie in ausgewählten Segmenten im Firmenkundenbereich. Zu den Kerngeschäftsfeldern zählen die Bereiche Private- und Corporate Banking sowie das Asset Management. Hier bietet M.M.Warburg & CO individuelle Lösungen und eine persönliche, ganzheitliche Beratung für vermögende Privatkunden, Stiftungen, Unternehmer und Unternehmen sowie die Schifffahrt. Als verlässlicher, erfahrener Partner trägt M.M. Warburg & CO seit Generationen mit Weitblick zum Erfolg seiner Kundschaft bei.