Als Anleger vor Inflation schützen

31. Juli 2020

M.M.Warburg & CO

Die Geldmenge steigt durch die Geldpolitik der Notenbanken momentan wie selten zuvor. Historisch gesehen ist damit meist eine steigende Inflationsrate verbunden. Dr. Christian Jasperneite, Chief Investment Officer bei M.M.Warburg & CO, sieht dafür auch Anzeichen in der aktuellen Situation: "Wenn die Geldmenge deutlich stärker als die Gütermenge steigt, und das haben wir gerade, dann führt das im Laufe der Zeit zu steigenden Preisen und damit zu einer höheren Inflationsrate."

Ein sicherer Schutz für Anleger existiere nicht, meint der Finanzexperte. Man habe aber immer die Wahl zwischen Anleihen und Aktien: "Wenn die Inflationsrate nachhaltig steigt, ist das tendentiell schlecht für Anleihen. Bei Aktien ist es fast egal, würde ich sagen, weil sie auf eine gewisse Art an die Unternehmensgewinne gekoppelt sind. Wenn die Inflation steigt, dann steigt in diesem Maße normalerweise auch der Gewinn." Dafür trage man aber ein größeres Risiko.

Um dieses Risiko zu umgehen wird bei steigender Inflation gerne Gold als vermeintlich sichere Anlage herangezogen. Dr. Jasperneite rät aktuell jedoch davon ab: "Dummerweise hat der Goldpreis schon vorweggenommen, dass die Inflationsrate über die nächsten Monate, Quartale oder Jahre etwas steigen könnte. Bei diesem extrem hohen Preis muss man sich fragen, ob das eine gute Idee ist jetzt einzusteigen."

Die EZB müsse zudem genau abwägen, wie lange sie ihre expansive Geldpolitik fortführen kann. Warum erklärt Dr. Christian Jasperneite im Interview:

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