Carsten Klude im Börsen Radio: „Eine deutliche Entlastung bei der Inflation ist im Moment nicht ersichtlich“

31. Mai 2022

M.M.Warburg & CO

Nach langem Ringen haben sich die EU-Staaten auf ein Öl-Embargo gegen Russland geeinigt – jedoch mit Einschränkungen. Vorerst soll ein Einfuhrverbot für russischen Öl über den Seeweg gelten. Prompt reagierte der Ölpreis und sprang deutlich an und das kurz vor dem Start der Spritpreisbremse in Deutschland. Welche Folgen hat das für den Spritpreis? Und wie wirkt sich das auf die Inflation aus? 

„Die Spritpreisbremse, die morgen in Kraft tritt, ist natürlich mit der Hoffnung verbunden, dass die Preise an den Tankstellen für Diesel und Superbenzin deutlich sinken werden. Dies könnte sich jedoch erst einmal als Trugschluss erweisen“, sagt Carsten Klude, Chefvolkswirt bei M.M.Warburg & CO, im Interview mit dem Börsen Radio. 

Dies wäre vor allem für die Inflation keine positive Entwicklung – die zuletzt mit 8,1 Prozent einen Rekordwert in der Euro-Zone erreichte. Für den Experten ist dies eine besorgniserregende Entwicklung, auch wenn es derzeit so scheint, dass der Höhepunkt erst einmal erreicht ist. „Die Spritpreisbremse wird voraussichtlich dazu beitragen, dass wir in den nächsten Monaten eine niedrigere Inflationsrate haben werden“, so Klude. Wie es jedoch im September aussehen wird, wenn die Maßnahme wieder ausläuft, ist noch offen. Für den Experten steht jedoch fest: „Eine deutliche Entlastung bei der Inflation ist im Moment nicht ersichtlich.“ 

Wie die Europäische Zentralbank nun reagieren wird und welche Auswirkungen die Situation für die Anlagestrategien bei der Warburg Bank haben kann, erfahren Sie im Interview. 

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