Carsten Klude im Interview mit Aktionär TV: „Wahrscheinlich rutscht Italien in die Rezession."

27. Februar 2020

M.M.Warburg & CO

Mit der Ausbreitung des Corona-Virus auch in Europa sowie Amerika wächst auch die Sorge an den Börsen weiter. „Die Befürchtung nimmt zu, dass es zu einer Pandemie kommt und damit auch die Folgen für die Wirtschaft langwieriger werden", sagt Carsten Klude, Chefvolkswirt von M.M.Warburg & CO, im Interview mit Aktionär TV. Insbesondere Italien ist vom Corona-Virus betroffen – mit negativen Auswirkungen auf die italienische Wirtschaft. „Dort gab es bereits im vierten Quartal eine negative wirtschaftliche Entwicklung. Die Wahrscheinlichkeit einer technischen Rezession in Italien ist nun sehr groß", sagt der Chefvolkswirt.

Was haben die Notenbanken noch für Spielraum, um der Entwicklung entgegenzuwirken? Klude: „Die US-Amerikanische Notenbank kann die Zinsen senken. In den FED-Fund-Futures sind die Erwartungen eingepreist, dass die FED bis zum Sommer zwei Zinssenkungen vornimmt." In Europa ist der Spielraum dagegen geringer. „Die Geldpolitik kann jedoch mit Zinssenkungen ohnehin nicht den Schock durch die Auswirkungen auf die Lieferketten verhindern", betont der Experte. An den Märkten würden zunehmend die Risiken gesehen.   

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