Carsten Klude über das Rezessionspotenzial

23. August 2019

M.M.Warburg & CO

In Medienberichten fällt immer wieder der Begriff Rezession. Doch wie ist die Lage wirklich einzuschätzen? „In der Industrie ist die Rezession in Deutschland schon da – insbesondere in der Automobil-, Chemieindustrie und bei den Maschinenbauern“, sagt Carsten Klude, Chefvolkswirt von M.M.Warburg & CO, im Interview mit dem Börsen Radio. Im zweiten Quartal lag das Minus bei der Wirtschaftsentwicklung insgesamt jedoch nur bei 0,1 Prozent. Im Dienstleistungs- und Bausektor sieht die Entwicklung noch positiver aus. „Das Minus im zweiten Quartal ist noch nicht so spürbar in der Öffentlichkeit. Man muss aber sein Auge darauf richten, dass sich dieses Minus nicht verstärkt.“ 

Die weltweiten zumeist politischen Unsicherheiten könnten dazu führen, dass sich die Lage jedoch verschärft. „Der Handelsstreit oder der Brexit sind aber Dinge, die die Börsen schon länger beschäftigen. Das Problem ist, wenn verschiedene Negativeinflüsse zusammenkommen. Kumuliert kann das dann doch zu größeren Bremsspuren in der wirtschaftlichen Entwicklung führen“, sagt der Chefvolkswirt. Im Interview beschreibt Klude auch die möglichen Auswirkungen auf den deutschen Arbeitsmarkt.  

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