Christian Jasperneite im Interview mit Das Investment: "Deutsche Politik sollte nationale Schuldenbremse aufgeben"

30. November 2021

M.M.Warburg & CO

Viele Öknomen, Zentralbanker und auch Politiker in Deutschland halten an den Regeln einer Schuldenbremse für die Fiskalpolitik fest. Deutschland gehört in der Eurozone zu den "Sparfüchsen" und pocht auf die Einhaltung der einst gesetzten Regeln des Maastricht-Vertrags. Über viele Jahre vertraten auch die Volkswirte der Warburg Bank diese Position. Doch unter den gegebenen Voraussetzungen mache das heute keinen Sinn mehr, argumentiert nun Chefanlagestratege Dr. Christian Jasperneite und erläutert seinen Standpunkt ausführlich im Interview mit Das Investment. 

"Inzwischen ist die EZB eher eine politische Institution, die darauf bedacht ist, dass sich Länder zu guten Konditionen refinanzieren können. Innerhalb von 20 Jahren hat sich so der Charakter der Europäischen Zentralbank dramatisch verändert", betont Dr. Jasperneite. Er folgert: "Wenn die deutsche Politik schlau ist, wird sie beginnen zu verstehen, dass man die nationale Schuldenbremse in einer europäischen Transfer- und Haftungsunion aufgeben sollte. Denn wir halten mit der Schuldenbremse eine Bonität vor, von der wir am Ende sehr wenig haben werden."

Wie der Experte die Fiskalpolitik Deutschlands ausrichten würde, verrät er in diesem Interview.

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