Corona-Rettungspaket der EU: Das wichtigste sind strukturelle Reformen

23. Juli 2020

M.M.Warburg & CO

Am Ende des tagelangen Tauziehens um das Corona-Hilfspaket der EU steht ein historisches Ergebnis. Doch wie ist es einzuordnen? Carsten Klude, Chefvolkswirt bei M.M.Warburg & CO, betont im Börsen- und Finanztalk: "Es ist das erste Mal in Europa, dass wir gemeinsame Schulden machen. Das wird nicht jedem gefallen." Dadurch zeige sich jedoch auch, dass Europa nach wie vor kompromissfähig sei, so der Finanzexperte weiter. "Das Entscheidende ist das Signal: Man steht solidarisch zusammen."

Im Raum stehen nun fast 2 Bio. Euro, die in den nächsten Jahren ausgegeben werden sollen. "Das entspricht fast 15 Prozent der Wirtschaftsleistung der Eurozone", so Klude. Davon erwartet er sich wirtschaftliche Impulse. Durch das Geld erkaufe man sich jedoch vor allem Zeit. "Der wichtigste Aspekt ist, ob die Länder, die das Geld in erster Linie bekommen, diese Zeit nutzen, um strukturelle Reformen anzugehen und umzusetzen." Ansonst würde die gigantische Summe verpuffen.

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