Energiekrise – Was kommt auf Deutschland zu?

18. August 2022

M.M.Warburg & CO

Explodierende Energiepreise, gedrosselte Gaslieferungen aus Russland und die Unsicherheit hinsichtlich einer ausreichenden Gasversorgung im Winter ­ Deutschland schlittert derzeit in die schlimmste Energiekrise seit den 1970er Jahren. Zwar füllen sich die Gasspeicher aktuell ­ doch ein Grund zum Aufatmen ist dies laut Experten nicht. Wie schlimm wird die Energiekrise? Und was bedeutet das für die Versorgungssicherheit? 

„Die russischen Gaslieferungen sind ein politischer Spielball, mit dem Deutschland und Europa erpressbar sind. Und das merken wir besonders seit Juli, nachdem wir nur noch 20 Prozent der eigentlich vereinbarten Gasmenge aus Russland geliefert bekommen“, sagt Carsten Klude, Chefvolkswirt bei M.M.Warburg & CO. 

Als Reaktion verabschiedete die Bundesregierung neue Zielvorgaben bezüglich der Gasspeicherstände, die vorsehen, dass die deutschen Speicher am 1. September zu mindestens 75 Prozent gefüllt sein müssen. Am 1. Oktober sollen es dann mindestens 85 Prozent und am 1. November mindestens 95 Prozent sein. 
„Derzeit liegt der Füllstand zwar bei 77 Prozent, womit das erste Ziel vorzeitig erreicht wurde, jedoch folgt die Heizperiode noch. Und aufgrund der stark reduzierten Gasimporte ist es möglich, dass das Ziel von 95 Prozent im November verfehlt wird“, so der Experte. 

Die entscheidende Frage ist nun, wie wird der Winter. Sollte Russland die Gaslieferungen ganz einstellen oder der Winter sehr kalt werden, wird das Gas rationiert werden müssen – mit Folgen vor allem für die Industrie. 

Mit welchen nennenswerten Preiseffekten vor allem die Verbrauchenden in den kommenden Monaten rechnen müssen und was das für die deutsche Wirtschaft bedeutet, erfahren Sie im Video. 

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