In den Klauen des roten Drachens - warum es für chinesische Unternehmen derzeit ungemütlich ist

29. Juli 2021

M.M.Warburg & CO

Seit geraumer Zeit befinden sich die Aktien von Chinas größten Tech-Konzernen auf Talfahrt. Und der Ausverkauf geht weiter. Immer mehr Investoren ziehen im großen Stil ihr Geld aus chinesischen Unternehmen, die sich dem Technologie- und Bildungssektor zuordnen lassen, ab. Doch was steckt hinter dieser Talfahrt? Und was bedeutet das für Anleger?

„Der massive Kurseinbruch der Aktien lässt sich nicht auf die Tatsache zurückführen, dass die Gewinne eingebrochen sind. Vielmehr hat dies einen politischen Hintergrund“, sagt Dr. Christian Jasperneite, Chief Investment Officer bei M.M.Warburg & CO.

Zuletzt hatte Chinas Staats- und Parteiführung Regeln angekündigt, die u.a. eine Begrenzung des Einflusses von großen Tech-Konzernen sowie mehr Fairness im Bildungssystem vorsehen. Die Angst vor dem zunehmenden Einfluss der kommunistischen Partei auf die Wirtschaft, der vor allem der Absicherung des eigenen Führungsanspruches dient, wächst bei den Unternehmen. 

„Offensichtlich möchte die kommunistische Partei weder die Kontrolle über die Datenhoheit verlieren, noch darüber, was Schülern und Studenten beigebracht wird“, betont der Experte. Dementsprechend laufe die Regulierung der Unternehmen weder transparent noch rechtstaatlich ab. 

„Das hat zur Konsequenz, dass zwangsläufig ein Werteverfall der Aktien stattfinden muss. Denn für die Aktionäre ist nicht mehr sicher, ob sie perspektivisch überhaupt noch Zugriff auf die Gewinne, auf den Cashflow, haben werden. Auch wie sich die Lage in den nächsten Wochen und Monaten entwickeln wird, ist derzeit schwer abzuschätzen", erläutert Jasperneite.

Ob Anleger jetzt überhaupt noch chinesische Aktien im Portfolio haben sollten und worauf sie sich gegebenenfalls einstellen sollten, erfahren Sie im Video. 

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