Inflation – wie nachhaltig ist die Entwicklung?

3. Juni 2021

M.M.Warburg & CO

In Deutschland haben die Verbraucherpreise angezogen. Neben Produkten des täglichen Bedarfs sind vor allem die Preise für Heizöl und Benzin stark gestiegen. Doch nicht nur in Deutschland, sondern auch in der Eurozone insgesamt hat die Inflation spürbar zugelegt. Die Angst vor der Inflation ist zurück. Doch ist sie berechtigt?

„Allein in den USA ist die Inflationsrate zuletzt auf 4 Prozent gestiegen. In Deutschland lag sie im Mai bei 2,5 Prozent und in der Eurozone bei 2 Prozent. Das sind die höchsten Werte seit vielen Jahren“, sagt Carsten Klude, Chefvolkswirt bei M.M.Warburg & CO. Doch wo liegen die Ursachen?

Der Experte nennt hier drei Faktoren: erstens die deutlich gestiegenen Rohstoffpreise, die sich jetzt bemerkbar machen, zweitens das schnelle Wiederhochfahren der Weltwirtschaft gepaart mit der damit sprunghaft gestiegene Nachfrage nach Gütern und drittens, der gravierendste Faktor, die sogenannten Basiseffekte. Doch was hat es damit auf sich?

Klude greift hierfür zu einem Beispiel: „Unsere Ausgangshypothese ist, dass der Ölpreis sehr lange konstant bei 50 US-Dollar gelegen hat. Im April des vergangenen Jahres ist er dann pandemiebedingt auf 10 US-Dollar gesunken. Im Vergleich zum Vorjahr haben wir somit einen Rückgang von 80 Prozent. Mittlerweile greife jedoch die Erholung, der Ölpreis ist gestiegen und liegt aktuell bei 60 bis 70 US-Dollar. Gehen wir jedoch wieder von unserer Ausgangshypothese – 50 US-Dollar ­ aus und vergleichen sie mit dem Vorjahrespreis, liegt ein Preisanstieg von 400 Prozent vor.“ Dieser enorme Preisanstieg macht sich auch in den Preisindizes bemerkbar und lässt somit die Inflationsrate steigen.

Ob uns die Inflation jedoch länger begleiten wird und wie sich Anleger nun positionieren sollten, erfahren Sie im Video.

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