Zinswende in Sicht?

4. November 2021

M.M.Warburg & CO

Überall auf der Welt steigen die Inflationsraten. In den großen Industrienationen liegt sie mittlerweile bei weit über 4 Prozent. Da liegt die Frage nahe, wie die Notenbanken reagieren und ob sie ihre ultralockere Geldpolitik zurückfahren. Carsten Klude, Chefvolkswirt von M.M.Warburg & CO, sieht den wesentlichen Grund für die hohen Inflationsraten in der stark gestiegenen Nachfrage insbesondere nach Rohstoffen.

"Die Frage nach der Reaktion der Notenbanken ist jedoch eigentlich falsch gestellt. Denn es haben bereits viele Notenbanken in diesem Jahr ihre Zinsen erhöht", betont Klude. "Von den 60 Notenbanken, die wir beobachten, haben bereits 17  ihre Geldpolitik gestrafft." Als Beispiele führt der Chefvolkswirt Brasilien, Russland, aber auch Norwegen oder Südkorea an. Klude: "Der Trend ist ziemlich klar: Die Zinsen steigen."

Nun hat die US-Notenbank FED verkündet, dass sie ihre Anleihekäufe monatlich um 15 Mrd. USD zurückfährt. "Im September oder Oktober 2022 erwarten die Marktteilnehmer dann bereits eine erste Zinserhöhung durch die FED", sagt der Experte.

Wie die Europäische Zentralbank verfahren wird und worauf sich Anleger an den Aktienmärkten einstellen müssen, erfahren Sie in diesem Video. 

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