Ausblick 2022 (I): Der Aufschwung geht in die nächste Runde

Konjunktur und Strategie (49/2021)

2. Dezember 2021

Im ersten Teil unseres Jahresausblicks 2022 geht es heute um die wirtschaftlichen Perspektiven. Teil zwei beschäftigt sich in der nächsten Woche mit den Themen Geldpolitik, Zinsen, Anleihemärkte und dem US-Dollar.

Die gute Nachricht vorneweg: Der globale Aufschwung setzt sich fort. Allerdings bleibt es zunächst bei einer heterogenen Entwicklung, die sehr stark von den weiteren Corona-Zahlen beeinflusst wird. Der starke Anstieg der Neuerkrankungen bei uns in Deutschland und in anderen europäischen Ländern wird sich in der nächsten Zeit wieder negativ auf die Wirtschaft auswirken. Große Unsicherheiten für das Konjunktur- und Kapitalmarktszenario gehen von einer neuen Virus-Mutation aus, die zuerst in Südafrika nachgewiesen wurde und die von der Weltgesundheitsbehörde WHO als besorgniserregend eingestuft wird. Zwar ist noch wenig über die Omikron-Variante bekannt, doch wird befürchtet, dass sie sich viel schneller als das Ursprungsvirus oder auch die Delta-Variante verbreitet und die bestehenden Impfstoffe einen geringeren Schutz vor einer Ansteckung bieten. Möglicherweise führen die Mutationen aber auch zu einem milderen Krankheitsverlauf, sodass sich die derzeitigen Sorgen als übertrieben erweisen. Im Moment gehen wir davon aus, dass es weder in Europa, noch in den USA zu flächendeckenden Lockdown-Maßnahmen kommen wird. Dennoch erhöht sich das Risiko eines Wachstumsrücksetzers, wobei festzuhalten ist, dass in der Vergangenheit der wirtschaftliche Schaden mit jeder neuen Welle des Virus geringer ausgefallen ist.

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