Quo Vadis Eurozone: Was das italienische Politdrama für die Währungsunion bedeuten könnte

28. Juli 2022

Das in Anbetracht der aktuellen geopolitischen und ökonomischen Großwetterlage verantwortungslose Zerwürfnis der italienischen Technokratenregierung kommt zur Unzeit. Schaut man auf die aktuellen Wahlumfragen, dürften die für den 25. September anstehenden Neuwahlen nicht nur nationale Wellen schlagen, sondern auch einen langen Schatten auf Europa werfen.  Eine Regierung unter der aktuell führenden, euroskeptischen und nationalistisch geprägten Fratelli d'Italia (Bruderschaft Italiens) birgt ein erhebliches Konfliktpotenzial für die Union. Eine absehbar deutlich auf Konfrontationskurs mit dem Rest der Eurozone gehende Regierung dürfte die Konsensbildung erschweren und sorgt zudem grundsätzlich für eine erhöhte Unsicherheit sowohl auf der politischen Bühne als auch an den Kapitalmärkten. 
Allerdings ginge mit einer italienischen Koalition nationalistischer Euroskeptiker auch ein weniger offensichtliches Risiko einher, welches nicht zu unterschätzen ist. Zwar strebt die FdI mittlerweile offiziell keinen EU-Austritt nach dem Vorbild des Brexit mehr an, gleichwohl könnte sie entsprechende Bemühungen aber glaubhaft androhen, da sie diesen in der Vergangenheit bereits gefordert hat. Diese glaubhafte Androhung ist es, welche ihr einen potenziell mächtigen Verhandlungshebel verschafft. Doch was für Ziele könnte sie damit verfolgen und was verleiht dem Verhandlungshebel eine derartige Bedeutung? Lesen Sie mehr dazu in unserem aktuellen Flash:

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