Wachstumsregion Asien: Starke Dynamik nicht nur, aber vor allem in China

23. April 2021

Der Internationale Währungsfonds hat jüngst seine globale Wachstumsprognose für dieses Jahr von 5,5 auf 6,0 Prozent nach oben revidiert. China wird in diesem Jahr der wichtigste Motor für die Weltwirtschaft sein. Die von uns ausgewerteten Daten für die chinesische Wirtschaftsleistung zeigen jedenfalls, dass sich das Wachstum im ersten Quartal 2021 auch gegenüber den ohnehin schon positiv verlaufenden Vorquartalen nochmals verbessert hat. Selbst unter der Annahme, dass sich das Quartalswachstum für den Rest des Jahres abschwächt und nur noch Zuwachsraten wie vor der Corona-Pandemie erzielt werden, erhöht sich dank des guten Jahresstarts unsere Wachstumsprognose für das chinesische Bruttoinlandsprodukt von bisher zehn auf nun elf Prozent – womit wir weiterhin deutlich optimistischer sind als der IWF und die meisten anderen Volkswirte.

Das starke wirtschaftliche Wachstum nicht nur in China, sondern in nahezu der gesamten asiatischen Region hat aber natürlich nur zu einem geringen Teil etwas mit dem Umgang mit der Corona-Pandmie zu tun. Langfristig ist die konjunkturelle Dynamik vor allem auf die Bevölkerungsentwicklung zurückzuführen. So lebt derzeit rund 60 Prozent der Weltbevölkerung in Asien, davon allein fast 20 Prozent jeweils in China und in Indien. Prognosen der UN zufolge wird die Bevölkerung Asiens von derzeit 4,6 Milliarden bis auf 5,3 Milliarden Menschen im Jahr 2050 zunehmen, bevor sie dann bis zum Jahr 2100 wieder auf 4,7 Milliarden zurückgehen soll. Das bedeutet, dass Asien auch in den kommenden 30 Jahren eine dynamisch wachsende Region bleiben wird. China trauen wir auch in den kommenden zehn Jahren hohe Wachstumsraten zu. Doch spätestens dann rücken andere Länder aufgrund ihres Bevölkerungswachstums stärker in den Fokus.

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